antonia drews cordalis wendler krauseKönig Jürgen und die Ballerballer-Runde

Die Biermeile ist die Schlossstraße Mallorcas, schließlich hält hier Jürgen Drews, 66, der „König von Mallorca“, allabendlich Hof. Und weil er das von Stunde zu Stunde immer blaublütiger werdende Volk nicht allein regieren kann, teilt er sein Reich mit Michael Wendler, 38, Costa Cordalis, 66, Tim Toupet, 39, Antonia aus Tirol, 31 und Mickie Krause, 40. Ein grölvergnügtes Sextett sitzt da also zusammen, und der Sprung von Sextett zu Sex liegt so nahe, dass wir ihn auf später verschieben. Jetzt wollen wir erst mal hören, ob Stimmungskanonen auch leise sein können.

BILD am SONNTAG: Herr Drews, was ist das dümmste Vorurteil über Mallorca?

JÜRGEN DREWS: Alle denken, hier wird nur gegrölt „Geh doch zu Hause du alte Scheiße“ (nach dem gleichnamigen Hit von Mickie Krause).

MICKIE KRAUSE: Die Leute haben recht!

DREWS: In Bezug auf dich! Ich wollte nie nach Mallorca. Dann bot man mir 450 Mark für einen Auftritt am Ballermann – 25 Jahre ist das jetzt her – da konnte ich nicht ablehnen. Das Image der Insel war damals so herunter, dass ich niemandem von meinen Auftritten erzählt habe. Gottlob hat sich dann alles zum Guten gewendet – der Ballermann wurde hoffähig.

Wie war Mallorca vor 25 Jahren?

COSTA CORDALIS: Durchgedrehter, wilder, voller Sex. Wer im „Oberbayern“ zur „Miss“ gewählt wurde, stand am Ende nackt auf der Bühne.

DREWS: Guckte dich ein Mädel provokant an, konntest du mit ihr ins Bett. Heute hat sich die Emanzipation durchgesetzt.

ANTONIA AUS TIROL: Hast du mich für ein Groupie gehalten, als ich 2001 zum ersten Mal in deine Garderobe kam?

DREWS: Nun ja, du hattest einen schwarzen Pullover an, auf dem stand: „Du bist nicht der Erste.“ Das gefiel mir. Ich dachte: Wenn sie jetzt noch singen kann, ist sie richtig gut.

KRAUSE: Vor zehn Jahren war Malle tausendmal besser: Es gab kein Verbot, aus Sangria-Eimern zu trinken, keine Dezibel-Begrenzung, der „Bierkönig“ hatte bis morgens um fünf Uhr auf. Da konnte man noch richtig abtrinken! Aber die Auftritte machen nach wie vor einen Riesenspaß.

MICHAEL WENDLER: Als ich 2001 hier landete, habe ich den Boden geküsst. Musikalisch war der Wendler aber noch nicht reif für die Insel. Die wurde dominiert von Partyleuten wie Krause.

KRAUSE: Zu Recht!

WENDLER: Ich mache halt Popschlager, und dafür stehen hier erst seit vier Jahren die Türen offen. Da ich, was diese Art von Musik angeht, der bekannteste und erfolgreichste Künstler bin, hatte ich plötzlich auch die Möglichkeit hier aufzutreten.

Wie wichtig ist Alkohol, um in Stimmung zu kommen?

DREWS: Ich trinke nie!

ANTONIA: Dazu ist gar keine Zeit. Wenn mich mein Publikum schon vorher im Veranstaltungsareal sitzen sieht, ist doch der ganze Überraschungseffekt weg.

CORDALIS: Ich hatte mal Fieber, wollte nicht mehr auf die Bühne, bin dann doch wieder rauf, denn der Körper ist stärker als der Geist. Alkohol wäre in so einer Situation ein schlechter Ratgeber.

KRAUSE: In den ersten beiden Jahren habe ich mich vor jedem Auftritt mit meinen Kollegen am Ballermann getroffen, und wir haben uns ganz entspannt Sangria reingepfiffen. Um sieben Uhr waren wir dicht, dann haben wir uns drei Stunden schlafen gelegt und vor dem Auftritt noch eine Flasche Rotwein reingezogen. Zwei Jahre schaffst du es, so besoffen zu sein wie dein Publikum, dann wirst du fett und kommst nicht mehr hoch.

Wie schwer ist es, sich am Ballermann durchzusetzen?

KRAUSE: Ein Newcomer nimmt 20 CDs in die Hand und klappert alle DJs und Diskotheken in der Schinkenstrasse ab. Das hat jeder von uns gemacht.

TOUPET: Nee, ich nicht! Ich wollte gar nicht singen. Ich bin Friseur, ich habe nur eine Hymne für meinen Friseurladen geschrieben. Dann hat man mich zum Ballermann geschickt.

ANTONIA: Wenn du Glück hast, spielt dich ein DJ, aber am Ende entscheidet das Publikum. Du kannst zwar auf die Bühne gehen, doch bei vielen fliegen dann Eiswürfel, sie müssen wieder runter, ehe sie ihr erstes Lied zu Ende gebracht haben.

Eiswürfel als Zeichen der Ablehnung?

TOUPET: Ja. Einige bleiben im Eishagel ­stehen und ziehen ihr Ding durch. Trotzdem war’s das dann. Rückflug.

ANTONIA: Wir haben schon viele kommen und gehen sehen.

TOUPET: Unsere Arbeit wird völlig unterschätzt.

DREWS: Endlich sagt das mal einer!

KRAUSE: Die Leute denken; der Krause stellt sich auf die Bühne, der hat bestimmt drei Promille drin, das kriege ich auch hin. Und dann kommen die Eiswürfel, das funktioniert eben nicht so.

Was darf unter Ballermann-Freunden nicht passieren?

WENDLER: Vom Konkurrenten klauen.

ANTONIA: Das ist aber passiert! 2009 habe ich den Text zum Titel „Tausend Träume weit – Tornero“ selbst geschrieben . . .“

WENDLER: . . . und Anna Maria Zimmermann hat den Song einfach nachgesungen. Diese Klauerei der Songs, das geht nicht!

ANTONIA: Covern ist okay. Wenn ich zum Beispiel „Tränen lügen nicht“ singe, sage ich vorher, dass das von Michael Holm ist.

TOUPET: Aber Leute, das ist doch totaler Quatsch! Hört doch auf mit so etwas! Jeder von uns hat schon mal irgendwo gecovert!

DREWS: Aber nur deine Sachen!

TOUPET: Man muss es vorher absprechen.

ANTONIA: Ja, fair covern!

DREWS (schreit): Yeah, jetzt geht es los!

WENDLER: Es geht doch nicht nur um Musik, es geht auch um unser Bühnenprogramm.

ANTONIA: Um die eigene Idee, genau.

WENDLER: Wenn der Krause hingeht und sein Publikum mit „Ladies and Ladies“ begrüßt . . .

TOUPET: ... das mach ich heute Abend auch ....

WENDLER: ... ist das einfach geil. Das sind seine Sprüche. Nachmachen ist ein No-Go. Jeder Künstler muss sich selbst finden, sein eigenes Bühnenprogramm stricken.

ANTONIA: Das ist sonst, als wenn dir einer einen Gag klaut.

TOUPET: Aber Michael, Entschuldigung, in Japan ist es eine Ehre, wenn sie dich nachmachen. Und solange sie Amateure bleiben, wird es keinen zweiten Michael Wendler geben, sondern nur Eintagsfliegen.

Gibt es ein Aufnahmeritual am Hof des Königs von Mallorca?

TOUPET: Alle ab ins Restaurant „Zwölf Apostel“. Der Neue zahlt.

Absprachen in Sachen Gage?

DREWS: Mein Büro braucht nur in Costas Büro anzurufen, dann weiß ich seine Gage. Ich kenne auch die von Mickie.

ANTONIA: Darum geht es nicht!

DREWS: Doch. Ich sagte eines Tages zu Mickie: Du musst teurer werden. Du machst mir das Leben schwer, weil ich das zweieinhalbfache von deiner Gage bekomme. Das hat er gemacht. Da stimmen wir uns ab.

ANTONIA: Manche Newcomer wollen uns die Preise kaputtmachen. Eine Anna-Maria, die mein Lied klaut ...

DREWS: ...also mit dem Wort „klauen“ wäre ich vorsichtig!

ANTONIA: ... also die geht für ein paar Hundert Euro auf die Bühne und der Veranstalter denkt: „Ach so, die singt das gleiche Lied wie die Antonia, dann kommen die Leute schon.“ Funktioniert so nicht, meine Fans kommen wegen mir und meiner ganzen Hits, nicht nur wegen eines Songs. Mich gibt es seit zehn Jahren auf der Bühne. Die Fans sind das Wichtigste. Und darum: Egal ob der Fan eine Zahnlücke hat oder fettige Haare – er bekommt sein Foto. Darum bleiben mir meine Fans treu.

Nehmen Sie sich die Preisbrecher zur Brust?

ANTONIA: Nein!

DREWS: 300 Euro für einen Auftritt ist einfach eine Nummer zu klein. Hier bei uns geht es um Tausender, da muss man sich untereinander abchecken.

ANTONIA: Ein Veranstalter, der sich das nicht leisten kann, muss halt eine billige Kopie nehmen.

Wie denken Sie über eine Daniela Katzenberger, die sich ebenfalls auf Mallorca etablieren will?

KRAUSE: Ich sehe sie nicht als Künstlerin, für mich wird diese Frau in fünf Jahren wieder in Ludwigshafen arbeiten.

DREWS: Da würde ich ganz schwer aufpassen mit dem, was du da sagst.

CORDALIS: Ich kenne sie nicht und ich glaube, ich habe nichts verpasst. Wenn ich morgens joggen gehe, sehe ich sie nie in ihrem Café.

KRAUSE: Verona ist wesentlich hübscher.

DREWS: Daniela hat definitiv eine Aura und ein Schlabbermaul, bei dem man Tränen lacht.

Wann ist Zeit, Schluss zu machen?

CORDALIS: Das kommt darauf an, wie lange die innere Flamme brennt. Ich müsste längst nicht mehr auftreten. Ich mache es aus Freude an der Musik.

ANTONIA: Bei Männern hält die Akzeptanz durch das Publikum eindeutig länger. Ich glaube nicht, das ich in zehn Jahren noch mit dem „roten Gummiboot“ herumhüpfen werde.

KRAUSE: Wenn ich jetzt aufhören würde, bekäme ich 1200 Euro Rente von der Künstler-Sozialkasse. Da bin ich doch lieber bis zum Jahr 2040 dabei. Dann bin ich 67.

 

Pressemeldung / Quelle:
www.bild.de
Von NICOLA POHL und VOLKER TACKMANN

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